Brasilien

Brasilien 2020 – 2: “August-Update zur Pandemie”

Brasilien 2020 – 2: “August-Update zur Pandemie”

Wir hatten erneut Gelegenheit mit Timo aus Rio de Janeiro zu sprechen. Im Interview erhalten wir ein Update zur Lage in Rio, der Favela Maré und dem Land insgesamt. Einen kleinen Ausschnitt aus diesem Interview haben wir bereits in unserem Julirückblick veröffentlicht.

Es geht unter anderem darum, wie schwierig es ist, aufgrund der unsicheren Datenlagen überhaupt Aussagen zu treffen, die über die eigene Alltagserfahrung hinausgehen. Weitere Themen sind die Entwicklung solidarischer Strukturen, die politischen Mobilisierungen der letzten Monate und eine Kampagne, welche die Freiwilligen in den “Frentes De Solidariedade” (Solidaritätsgruppen in den Favelas) mit politischen Büchern versorgen möchte um so die Entwicklung langfristiger Strukturen zu unterstützen.

Falls Ihr Interesse habt diese Kampagne zu unterstützen meldet euch gerne bei uns: aradio-berlin/@/riseup(.)net

Libertärer Podcast Julirückblick 2020

Libertärer Podcast Julirückblick 2020

Unsere dieses Mal 60-minütige Sendung blickt auf folgende Themen aus dem Vormonat zurück:

Berlin: Actions against Rape Culture

Mittelmeerrettung: Infos zum Alarmphone

Chile: Mapuche-Hungerstreik und rassistische Repression

Brasilien: Gegenseitige Hilfe in der Favela

Wo herrscht Anarchie?

Libertärer Podcast Junirückblick 2020

Libertärer Podcast Junirückblick 2020

Unsere dieses Mal 60-minütige Sendung blickt auf folgende Themen aus dem Vormonat zurück:

News aus aller Welt

Black Lives Matter: CHAZ, eine autonome Zone in Seattle

Kolektiva: anarchistisches und antikoloniales Videohosting

Wo herrscht Anarchie?

Musik

Brasilien 2020 – 1: “Die Pandemie hat die Favela erreicht” (Interview)

Brasilien 2020 – 1: “Die Pandemie hat die Favela erreicht” (Interview)

Am 20. April 2020 konnten wir mit Timo, einem Mitglied des Kollektivs Roça de Rio aus Rio de Janeiro, Brasilien, ein Interview zu der Situation in der Favela Maré, sowie der Stadt und dem Land führen. Wir sprachen mit Timo schon einmal 2017.

Dieses deutschsprachige Interview liefert verschiedene Einblicke in den Umgang mit der Pandemie seitens der Bewohnerinnen brasilianischer Favelas und eine Einschätzung und Analyse der politischen Situation sowie einen Ausblick. Leider hatten wir es nicht geschafft das Interview zeitnah zu veröffentlichen. Nun ist seit dem 20. April in Brasilien, weltweit und vor allem in Sachen Corona-Pandemie sehr viel passiert. Das sollte berücksichtigt werden, denn die Situation in Brasilien sah Mitte April noch deutlich besser aus. Jetzt hat die Pandemie die Favela erreicht.

Glücklicherweise haben wir seither ein Update von Timo erhalten, das uns sehr viel zeitnaher, am 15.05.2020 erreichte. Dieses Update ist an das ursprüngliche Interview angehängt. Wir hatten Timo gebeten, auf die Entwicklungen der politischen Situation seit dem Interview einzugehen und darauf, wie sich die Situation lokal verändert hat.

Mehr Infos zu Timos Kollektiv auf Portugiesisch unter roca-rio.com.

Weitere Links: Spendenkonten des Zusammenschlusses für gegenseitige Hilfe und Solidarität Frente de Mobilização Maré an dem sich auch Roça de Rio beteiligt

Brazil 2020 (1): Em fevereiro tem carnaval – A conversation about Brazil and exile (Part 2)

Brazil 2020 (1): Em fevereiro tem carnaval – A conversation about Brazil and exile (Part 2)

In this Podcast we dive deep into the whole complex of the contemporary history and current situation in Brasil. We publish a long conversation with two Brazilian immigrants recorded in Lisbon in Dezember 2019.

N. is a 19 year old transsexual, who left Brazil as fast as possible because of violence and discrimination against trans people. After getting himself sorted in his new surrounding he connected fast to the queer and anarchist movement.

V. is a long time militant and organized anarchist. His dream is to work as a teacher, but this perspective is blocked for him in Brazil, because of his political past, activities and ideas. Furthermore he is facing possible high charges for his involvement in the 2013 uprisings.

The podcast is split into two parts.

Brazil 2020 (1): Em fevereiro tem carnaval – A conversation about Brazil and exile (Part 1)

Brazil 2020 (1): Em fevereiro tem carnaval – A conversation about Brazil and exile (Part 1)

In this Podcast we dive deep into the whole complex of the contemporary history and current situation in Brasil. We publish a long conversation with two Brazilian immigrants recorded in Lisbon in Dezember 2019.

N. is a 19 year old transsexual, who left Brazil as fast as possible because of violence and discrimination against trans people. After getting himself sorted in his new surrounding he connected fast to the queer and anarchist movement.

V. is a long time militant and organized anarchist. His dream is to work as a teacher, but this perspective is blocked for him in Brazil, because of his political past, activities and ideas. Furthermore he is facing possible high charges for his involvement in the 2013 uprisings.

The podcast is split into two parts.

Brasilien 2019 – 2: Der Kampf der indigenen Borari um ihr Überleben im Amazonas

Brasilien 2019 – 2: Der Kampf der indigenen Borari um ihr Überleben im Amazonas

Wir präsentieren euch ein zweites Intereview mit einer indigenen Person der Borari, die wie die Munduruku im Tapajos-Gebiet im brasilianischen Bundesstaat Para leben. Auch dieses Interview wurde im Anschluss an den globalen Klimastreiktag am 20.09.2019 geführt, wechselnd zwischen Englisch und Portugiesisch. Dies ist die deutsche Übersetzung.

Brasilien 2019 – 1: Der Kampf der indigenen Munduruku um ihr Überleben im Amazonas

Brasilien 2019 – 1: Der Kampf der indigenen Munduruku um ihr Überleben im Amazonas

Im Anschluss an den globalen Klimastreik-Aktionstag vom 27. September 2019 hatten wir die Gelegenheit mit Alessandra Munduruku zu sprechen. Alessandra gehört zu den Anführer*innen der Munduruku-Frauenbewegung Wakoborun. Die Munduruku sind eine indigene Gruppe aus dem Amazonas, im brasilianischen Staatsterritorium. Seit Jahrhunderten leben die Munduruku im Gebiet um den Tapajos-Fluss im Bundesstaat Para, welcher an seinem nördlichen Ende in den Amazonas mündet. Wir haben in der Vergangenheit schon über Munduruku und ihre horizontale Organisationsweise berichtet und wie sie anhand direkter Aktionen ihr Territorium verteidigen und sich Rechte erstritten haben. Jene Rechte sowie ihr Zuhause sind mit der Präsidentschafts des Faschisten Jair Bolsonaro und der Intensivierung des Klimawandels unter akuter Bedrohung. Seien es weiße Siedler*innen, die der Rhetorik des Präsidenten folgend und dank der für sie gelockerten Waffengesetze in das selbst-demarkierte Gebiet der Munduruku eindringen, um es zu roden, um Soja anzubauen und Viehzucht zu betreiben, seien es die Waldbrände, das Artensterben, die massiven Quecksilbervergiftung der Menschen und Tiere, die mit dem Goldabbau einhergeht, oder die pseudowissenschaftliche Aufkündigung ihres Status als Indigene durch weiße, sogenannte Anthropologen. Es steht schlimm um den Amazonas und seine Bewohner*innen.