Veranstaltungen

[Extern] Infoveranstaltung und weitere Infos zum Aufstand in Bosnien-Herzegovina

Im Anarchistischen Infocafé wird es am kommenden Montag, 10.3.2014, eine Veranstaltung von Out of Control-Berlin im Rahmen ihrer Reihe „Policing-the-crisis“.

Hier aus der Veranstaltungsankündigung:

Bei der Infoveranstaltung wird es darum gehen, die gegenwärtigen Ereignisse in Bosnien-Herzegovina zusammen zu tragen. Wie der Aufstand der Arbeiter_innen in Tuzla im Zusammenhang mit den Nachkriegsverhältnissen und dem Friedensabkommen von Dayton zu verstehen ist und wieso der Aufstand der Bevölkerung keine nationalistischen Bestrebungen verfolgt, sondern anarchistisch und emanzipatorisch ist.

Dafür wird auf den geschichtlichen Hintergrund von Ex-Jugoslavien unter Tito und den Balkankrieg von 1992-1995 eingegangen. Der Ausbruch der Revolte vom 5. Februar 2014 und die übergreifenden Proteste im ganzen Land, sowie die daraus entwickelte Selbstorganisierung durch öffentliche Plena werden anhand von Fotos und Videoausschnitten nacherzählt.

Im Anschluss werden Videoaufnahmen und Interviews von Aktivist_innen vor Ort gezeigt und wir hoffen auf eine gemeinsame Diskussion.

Datum: 10. März 2014
Ort: New Yorck, Bethanien (Mariannenplatz 2a, Kreuzberg)
Vokü ab 20 Uhr, Ver­an­stal­tungs­be­ginn ca. 21 Uhr, ab 18 Uhr gerne zum Schnip­peln hel­fen kom­men.

Weitere Informationen zu Bosnien und dem Balkan

Das CrimethInc-Kollektiv hat zwei Interviews veröffentlicht, wo ihr weiterführende Informationen auf Englisch finden könnt.

[Vortragsdokumentation] Luz Kerkeling – Südmexico: Umweltzerstörung, Marginalisierung und indigener Widerstand


Wir konnten am 20. Dezember 2013 einen Vortrag von Luz Kerkeling aufzeichnen, in dem er über das gleichnamige Buch referiert, erschienen im Unrast Verlag.

Der Vortrag dauert 1:15 h.

Den zugehörigen Audiobeitrag könnt ihr ab sofort hier herunterladen: archive.org (mp3 | ogg).

Hier könnt ihr ihn direkt anhören:

Aus der Veranstaltungsankündigung:

Luz Kerkeling beschreibt und analysiert in ¡RESISTENCIA! die sozialen Konsequenzen, die die herrschende Politik in Mexiko für die indigenen Widerstandsbewegungen in Chiapas, Oaxaca und Guerrero hat. In einer detaillierten und aktuellen Untersuchung werden die Interessen der jeweiligen Akteur*innen dargestellt; darunter unterschiedliche Regierungsebenen, lokale Machthaber*innen, Militärs, paramilitärische Verbände, mexikanische und transnationale Unternehmen, internationale Finanzorganisationen sowie regierungskritische Gruppierungen, indigene Zusammenschlüsse und Guerillaorganisationen.

Im Zentrum der Studie, die auf über 110 Interviews basiert, stehen die Kritik an den Projekten von Wirtschaft und Regierung, die alternativen Vorschläge sowie die darüber hinausgehenden Zielvorstellungen der indigenen Organisationen, die sich im Widerstand gegen die mexikanischen Eliten und das globale kapitalistische System befinden. Die von den indigenen Bewegungen praktizierten Autonomieprozesse bieten inspirierende Ansatzpunkte für eine radikaldemokratische und solidarische Neuorganisation der gesellschaftlichen Verhältnisse, die weit über die Situation in Mexiko hinausgehen und somit von globaler Relevanz sind.

Externe Veranstaltung zum Gefangenenhungerstreik in Kalifornien (5.11.2013)

Wir hatten ja in verschiedenen Podcasts (z.B. hier und hier) über die Entwicklung des Hungerstreiks von mehr als 30.000 Gefangenen in kalifornischen Gefängnissen berichtet.

Im Rahmen der Mobilisierung für die diesjährige „Silvester zum Knast“-Demo unter dem Motto „Die Freiheit aller Menschen ist die Bedingung für die eigene Freiheit“ findet morgen Deinstag, dem 5.11., um 21 Uhr eine Infoveranstaltung zum Gefangenenhungerstreik in Kalifornien statt.

Aus der Ankündigung:
Am 8. Juli traten über 30.000 Inhaftierte in Kalifornien in den Hungerstreik, um für menschenwürdige Haftbedingungen zu kämpfen. Nach über neun Wochen wurde dieser unterbrochen, obwohl ein Großteil der Forderungen nicht erfüllt worden ist. Wir werden darüber berichten, warum es innerhalb von zwei Jahren mittlerweile drei Hungerstreiks gab.
Ab 21.00 Uhr gibt es warme Speisen und gekühlte Getränke.

[Vortragsdokumentation] – Heinz Jürgen Voß: Biologie und Geschlecht

Wir konnten im September 2013 einen Vortrag von Heinz Jürgen Voß aufzeichnen, in dem er über das biologische Geschlecht referiert. Vortrag und Diskussion dauern 1:45 h.

Den zugehörigen Audiobeitrag könnt ihr ab sofort hier herunterladen: archive.org (mp3 | ogg).

Hier könnt ihr ihn direkt anhören:

Die Einteilung in Männer und Frauen hat mit biologischen Eigenschaften wenig zu tun. Viele dieser Eigenschaften sind im Alltag gar nicht sichtbar. Genitalien zum Beispiel sind die meiste Zeit verdeckt. Vielmehr lernen wir von klein auf, Personen anhand ihrer Kleidung, Verhaltensweisen oder ihrer Körpersprache als Männer oder Frauen zu identifizieren. Studien zeigen, dass Erwachsene schon auf Neugeborene ganz unterschiedlich reagieren – je nachdem, ob ihnen das Kind als Mädchen oder Junge vorgestellt wird. Wird das Baby als Junge vorgestellt, erscheint es stark und frech. Wird ihnen dasselbe Baby als Mädchen vorgestellt, erkennen sie es als zart und hübsch. Das zeigt, wie unterschiedlich mit Mädchen und Jungen umgegangen wird. Wir lernen vom ersten Tag an was typisch weiblich und typisch männlich ist.

In seiner Dissertation über medizinisch-biologische Geschlechterbetrachtungen zeige er, dass nicht nur soziale Geschlechterrollen, sondern auch biologisches Geschlecht und biologische Theorien immer in gesellschaftlichen Zusammenhängen entstehen. Deswegen schaue er sich die Bestimmung von biologischem Geschlecht und deren zeitliche Entwicklung an. Dabei zeigt sich, dass es stets intensive Diskussionen darum gegeben hat, wie gleich oder verschieden zwei Geschlechter sind und ob sich diese zwei Geschlechter überhaupt eindeutig unterscheiden lassen. Einige meinen damit das Erscheinungsbild äußerer Genitalien, einige innere Genitalien wie Hoden und Eierstöcke, wiederum andere den Chromosomen- oder Hormonbestand. Egal auf welcher Ebene wir schauen, zeigt sich mittlerweile, dass viele Faktoren in die Ausbildung des Genitaltraktes involviert sind. Genitalien entwickeln sich vielgestaltig und individuell verschieden. X- oder Y-Chromosom bestimmen nicht, ob wir Penis oder Vagina bekommen.

Einladung zur Anarchistischen Balkanbuchmesse 2013

Für alle Kurzentschlossenen!

Das Anarchistische Radio Berlin lädt ein zur Balkan Anarchist Bookfair vom 24. bis 26. Mai 2013 im slowenischen Ljubljana.

Dazu gehören zwei Interviews mit Macher*innen zu Geschichte und Gegenwart der Buchmesse im Balkanraum (Englisch mit Voice-over auf Deutsch) sowie weiterführende Informationen.

Den 18-minütigen Beitrag könnt ihr ab sofort hier herunterladen: archive.org (wav | mp3 | ogg).

Hier könnt ihr ihn direkt anhören:

Die Original-Interviews auf Englisch sowie weitere Telefon-Interviews zur Buchmesse in der libertären Sendung bei „Radio Student“ in Ljubljana findet ihr hier.

Solltet ihr wider Erwarten nicht sofort losfahren können:

Das Anarchistische Radio Berlin ist auf der Buchmesse vor Ort und wird aktiv an einer libertären Radiovernetzung im Rahmen des Events teilnehmen. Und wenn alles gut läuft, werden wir euch im Laufe des Juni einen Beitrag dazu präsentieren können.

Infoveranstaltung: Uprising in Slovenia

Von deutschen Medien weitestgehend unbeachtet erlebt Slowenien den heftigsten Aufstand seit zwei Jahrzehnten und den ersten überhaupt, der sich gegen das politische Establishment richtet, gegen den Sparkurs und in manchen Orten gegen den Kapitalismus an sich.

Alles begann Mitte November 2012 mit einem Protest gegen den korrupten Bürgermeister von Maribor, der zweitgrößten Stadt in Slowenien. Der ist mittlerweile zurückgetreten. Dabei fand ein Slogan Verbreitung, der nun zum Symbol der Proteste geworden ist: “Sie sind alle fällig.”

Es handelt sich um dezentrale, antiautoritäre und nicht-hierarchische Proteste, die auch Leute umfassen, die nie zuvor auf die Straße gegangen waren. Proteste finden selbst in kleinen Dörfern statt.

Eine Aktivistin der Federacija za anarhistično organiziranje (FAO), der anarchistischen Föderation Sloweniens, berichtet über Entstehung, Entwicklung und Stand der Proteste. Darüber hinaus gibt es Informationen zur Anarchistischen Balkan Buchmesse im kommenden Mai.

Ab 20:00 Uhr gibt es leckere Vokü, die Veranstaltung beginnt im Anschluss. Die Präsentation wird auf Englisch gehalten, bei Bedarf gibt es eine Flüsterübersetzung.

17. April, 20:00 Uhr | NewYorck (Bethanien), Mariannenplatz 2A, Kreuzberg

(organisiert von den Anarchistischen Gruppe Neukölln)

Weitere Informationen zum Thema findet ihr auch in Audio-Form bei unseren früheren Beiträgen vom Anarchistischen Radio Berlin (dt./span.).

Bio=Fair? Interview mit der FAU Berlin (Kurzversion)

Bio ist nicht gleich fair! Arbeitskampf in Teltow bewirkt 60% mehr Lohn, grundlegende strukturelle Veränderungen auf dem Hof sind nicht in Sicht.

Die Kurzversion des Beitrags passte nicht mehr in den Februarrückblick des Libertären Podcasts und kann nun an dieser Stelle angehört werden. In ein paar Tagen werdet ihr hoffentlich weiteren Einblick in unser Interview mit der FAU Berlin bekommen, wenn wir den längeren Beitrag fertig gestellt haben.

Den zugehörigen Audiobeitrag könnt ihr ab sofort hier herunterladen: archive.org (wav | mp3 | ogg).

Hier könnt ihr ihn direkt anhören:

Passend dazu noch ein Veranstaltungshinweis von labournet.tv:

Kann bio fair sein? Ausbildung in einem Gartenbaubetrieb in Brandenburg
BRD, 2013, 20 min (deutsch mit englischen Untertiteln)
Filmaufführung mit Diskussion

Wann: 22. März 2013 um 21h
Wo: b_books, Lübbenerstr. 14, 10997 Berlin

Aktuell gibt es viele Skandale in der Bio-Branche. In Mittelpunkt stehen große Biobetriebe und die Frage, ob Bioprodukte tatsächlich gesünder oder besser für die Unwelt sind. Nie erwähnt werden dagegen die Arbeitsbedingungen in der Bio-Branche. Gibt es allgemein die Erwartung, dass sie besser sind als in der traditionellen Landwirtschaft? Ist das überhaupt möglich?

Um eine Debatte darüber anzuregen betrachten wir den Fall der Auszubildenen Conchita L.: Sie arbeitet in einem Gartenbaubetrieb für 1,30 Euro netto die Stunde. Als ihr Chef, ein Grüner Bezirkspolitiker, ihr anbietet, sie in Naturalien zu bezahlen, geht sie zur Rechtsberatung der Gewerkschaft FAU, die sie in der Folge bei einem Arbeitskampf unterstützt. Der Film dokumentiert den Arbeitskampf, wirft ein Schlaglicht auf die Produktionsbedingungen in kleinen Biobetrieben und auf ein spezielles Wechselverhältnis zwischen Ideologie und Ausbeutung.

Wir zeigen den Film in Anwesenheit der Auszubildenden, Vertreter_innen der FAU und der Filmemacherinnen.